Hitzeschutz für alle: Gemeinsam durch den Sommer
Der Sommer bringt nicht nur Sonne und gute Laune, sondern auch Herausforderungen mit sich – besonders, wenn die Temperaturen steigen. Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Sie kann für alle gefährlich werden, doch besonders Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, Kinder, Pflegebedürftige, Geflüchtete und wohnungslose Menschen sind gefährdet. Das Bewusstsein für die Gefahren von Hitze und die Möglichkeiten, sich zu schützen, ist jedoch noch nicht überall angekommen.
Warum ist Hitzeschutz so wichtig?
Die Klimakrise führt dazu, dass Hitzewellen häufiger und intensiver werden. Für viele Menschen bedeutet das eine echte Gefahr für die Gesundheit. Besonders betroffen sind Menschen, die sich nicht immer selbst schützen können oder auf Unterstützung angewiesen sind. Dazu zählen auch viele Klientinnen und Klienten.
Gemeinsam stark: Vernetzung und Austausch
Hitzeschutz gelingt am besten gemeinsam. Der Hitzeaktionstag 2025 lädt Institutionen, Verbände und Einzelpersonen ein, sich zu beteiligen und eigene Aktionen zu starten. Jede Veranstaltung, jeder Austausch und jede Information kann dazu beitragen, das Bewusstsein für Hitzeschutz zu stärken und konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Praktische Tipps für den Alltag
- Viel trinken: Wasser ist der beste Durstlöscher. Auch, wenn kein Durstgefühl besteht, regelmäßig kleine Mengen trinken.
- Kühle Orte aufsuchen: Während der heißesten Tageszeit (meist zwischen 11 und 17 Uhr) möglichst im Schatten oder in kühlen Räumen bleiben.
- Leichte Kleidung tragen: Helle, luftige Kleidung schützt vor Überhitzung.
- Wohnräume kühl halten: Morgens und abends lüften, tagsüber Fenster und Vorhänge geschlossen halten.
- Körperliche Anstrengung vermeiden: Sport und schwere Arbeiten besser auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Auf andere achten: Besonders gefährdete Menschen im Umfeld regelmäßig ansprechen und unterstützen.
Unterstützung für soziale Einrichtungen
Die Klimakrise stellt soziale Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Gemeinsam mit KLUG (Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V.) und der KlimaKom eG hat der Paritätische Gesamtverband einen praxisnahen Leitfaden entwickelt. Dieser unterstützt soziale Träger dabei, Klimaanpassungsmaßnahmen umzusetzen und bietet konkrete Handlungsempfehlungen, Sofortmaßnahmen und Anleitungen zur Entwicklung eigener Anpassungskonzepte.
Was bietet der Leitfaden?
- Überblick über die Notwendigkeit der Klimaanpassung in der Sozialen Arbeit
- Informationen zu gesundheitlichen Risiken durch Extremwetter
- Analyse besonders gefährdeter Zielgruppen
- Tipps für den Arbeitsschutz und die Entwicklung von Klimaanpassungskonzepten
- Sofortmaßnahmen für Einrichtungen mit begrenzten Ressourcen
Der Leitfaden richtet sich an Verantwortliche, Fachkräfte und Ehrenamtliche in sozialen Einrichtungen und bietet praxisnahe Orientierung für den Alltag. Er steht ab sofort online zur Verfügung: Klimaanpassung in der Sozialen Arbeit – Leitfaden
Klimaschutz und Anpassung gemeinsam denken
Klimaanpassung ist wichtig, aber auch der Klimaschutz darf nicht zu kurz kommen. Nur wenn wir beides gemeinsam angehen, können wir langfristig die Gesundheit und das Wohlbefinden aller schützen.
Veranstaltungstipp: Vernetzungsworkshop am 3. Juli 2025
Wer mehr über die praktische Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zum Vernetzungsworkshop am 3. Juli 2025 in Warnemünde. Weitere Informationen und Anmeldung: Vernetzungstreffen
Jetzt aktiv werden!
Der Schutz vor Hitze geht uns alle an. Ob als Einzelperson, soziale Einrichtung oder Verband – gemeinsam können wir viel bewegen. Mach mit beim Hitzeaktionstag 2025 und setze ein Zeichen für mehr Gesundheit und Solidarität in Zeiten des Klimawandels.